Viola Jürgens

Viola Jürgens Kunst ist untrennbar mit den von ihr geschaffenen nackten Frauenkörper verbunden, die sie zärtlich respektlos „dicke Weiber” nennt. Ob in schlichtem Ytong modelliert oder aufwändig in Bronze gegossen – stets ist man wie frau versucht, über die runden Körperformen zu streichen oder zu streicheln, dem visuellen Augenschein den haptischen, taktilen Eindruck folgen zu lassen.
Spätestens dann wird bei den Skulpturen klar, dass es sich eben nicht nur um dicke Weiber, um „Femmes formidables” handelt, sondern um weiche, runde Formen, die nur über die Gesamtfigur, über Haltungen und Posen als Frauenkörper identifizierbar werden.
Mütterlich wirken die Skulpturen von Viola Jürgens, wie Fruchtbarkeitsgöttinnen aus einer anderen Kultur. Anschmiegsam und gleichzeitig autark räkeln sie sich selbstgenügsam auf Steinplatten, drehen eine Pirourette mit um den Kopf geschlungenen Armen oder ruhen gravitätisch wie eine Buddhastatue auf dem Boden. Sie strahlen Lebensfreude pur aus und dominieren die Szenerie, ohne eitel zu wirken.
Man sieht ihnen an, dass sie nicht konstruiert sind, sondern unter den Händen der Künstlerin entstehen. Dass sie sozusagen gestreichelt auf die Welt kommen. In unzähligen Variationen geboren, nicht als Klon, sondern als Individuum. Sie erscheinen als Engel, als philosophische Denkerin, als Reinkarnation ewiger Weiblichkeit und sind dennoch vor allem eins: Aus Kuben und Kugeln gewachsene Weibsbilder. (Paul Klock)

Ausstellungen und Vita

Viola Jürgens wurde 1957 in Freiburg geboren.
Nach Abitur und Lehrzeit arbeitete sie mit ihrem Vater, dem Kunstmaler und Bildhauer Hans Baumhauer an vielen Projekten im In – und Ausland.
Seit 1990 arbeitet sie als selbständige Bildhauerin und Malerin.
Regelmäßig Ausstellungen in der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein und Frankreich.

Galerie Vertretung und ständige Ausstellung: Kunst-Schaefer, Wiesbaden



Zu den Bildern

Knieende Bronze poliert (auf Anfrage)

Handstand patiniert 20 cm (auf Anfrage)

Jubel (auf Anfrage)


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