Eckart Schädrich

Eckart Schädrich geboren, 1950 in Herrsching am Ammersee, studierte an der Essener Folkwangschule und der Kunstakademie München.

Eckart Schädrichs Malerei ist inspiriert durch die Landschaft des Bayerischen Waldes und der Ebene von Donau und Vils. Dabei geht es dem Maler primär um das Miteinander der Farben, die großflächig wirken. Mit subtil differenziertem Farbauftrag komponiert er sie zu gewagten, höchst ungewöhnlichen Klängen, die Atmosphäre in Gefühlswerte verwandeln und von einer Weltsicht zeugen, die das Dasein feiert.
Dabei ist dem Maler eine topographische Bestimmbarkeit seiner Motive weniger wichtig. Vielmehr trägt die Wiedergabe der Stimmung seine Bilder. Wie verändert der Lauf der Tages- und Jahreszeiten das Licht und die Farbe der Landschaft? Was ist mit dem Farbklang, mit den Farbakkorden? An diesen Fragen ist Eckart Schädrich interessiert. Die Wirkung der Farbe ist seine Hauptintention. Durch das Sujet der Landschaft wird er zu den Farben angeregt. Er selbst beschreibt es als einen psychischen Prozess, als ein Tasten und Suchen, wie beim Stimmen eines Musikinstruments, bis man eben den richtigen Ton respektive Farbton oder Farbklang gefunden hat. „Musik ist mit Landschaft vergleichbar“ so Schädrich.
In den Formationen der Felder und Schatten ahnt man noch Eckart Schädrichs abstrakt-geometrische Phase, während der er Kreis und Quadrat zu den Grundformen seiner Malerei machte und symmetrisch geordnete Bilder in expressiven Farbklängen komponierte. Streifen, die sich auf eine Mitte hin konzentrieren und dort zu einer ruhenden Achse zusammenfinden, Bilder, die Orte der Kontemplation sind und den Maler in eine systematische Erforschung der Farbe in geometrischen Kompositionen führten. In der abstrakten Werkreihe „Symit“ – Symmetrie und Mitte – beschäftigt er sich mit diesem Thema.
Letzten Endes ist es der Gedanke der Synästhesie zwischen Malerei und Musik, die den Künstler zu seiner ganz persönlichen Ausdrucksweise in der Malerei geführt hat. Es geht also weder um Orte noch um Geometrie, weder um Gegenstand noch um Abstraktion, sondern um den Eigenwert der Farbe, um ein rauschendes Fest aus all den unendlich vielen Tönen.

Ständige Ausstellung: Kunst-Schaefer, Wiesbaden



Zu den Bildern

Herbstnachmittag 120x140 (verkauft)

Abendstimmung 110x110 (verkauft)

Symit I/3 überarbeitete Originalgrafik, 53x60 cm


Symit I/1 überarbeitete Originalgrafik, 53x60 cm

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