Marc Podawczyk

Die gestreiften Bildwelten seiner „Malnisse“, deren Lineament und atmende Valeurs eine Begrenzung des Farbfelds auf das konkrete Bildformat verhindern, sich über den Bildrand hinweg ausdehnen und die Fläche räumlich vibrieren lassen, treten von Beginn an die umfangreichen V-MD X Bildserien: Am Computer aufwändig komponierte Malereien aus farbigen Flächen, die sich übereinander schieben, sich bisweilen plastisch wölben, an ihren Rändern verschatten oder sogar Schatten werfen und so die Bildfläche verräumlichen. Landschaftliche oder dingliche Assoziationen sind allerdings eine bloße Projektion und bleiben spekulativ. Farbe ist Form und Form ist Farbe, beide sind untrennbar miteinander verschmolzen oder anders gesagt: Farbe erzeugt sich aus Farbe und nimmt Form an. Sie zeigt nichts, was sie nicht als solche ist.
Bei den seit Frühjahr 2014 neu entstandenen Bildern hat der Computer nur noch eine unterstützende Funktion und produziert nicht mehr allein den Bildentwurf. Negierten Podawczyks Malereien bisher jeden malerischen Duktus, jede handschriftliche Autorenschaft, wird diese anonyme Glätte seiner Farbkörper, in der sich ihre digitale Herkunft widerspiegelt, zuletzt durch expressive Farbaufträge kontrastiert. Ihre experimentelle Offenheit thematisiert das Malen selbst. Gegossen, gespachtelt, gepinselt: Farbe ist Malerei und Malerei ist Farbe – ist ein Aggregatzustand, den Marc Podawczyk in eine „phantastische Abstraktion“ weiterführt. (Dr. Hans-Jürgen Schwalm)

Ausstellung und Galerievertretung: Kunst-Schaefer, Wiesbaden



Zu den Bildern

V-MD X 57, 2017, Öl a Lwd, 100 x100 cm

V- MD X 35, 2011, 150 x150cm

V.MD X 53, 2014, 150 x150 cm


V-MD X 36, 2011, 80x80, öl a lwd

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